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Anerkennung erworbener Kenntnisse (VAE)

In einem wirtschaftlichen Umfeld, das ständig in Bewegung ist, kommt dem Konzept des lebenslangen Lernens eine immer größere Bedeutung zu. Die Möglichkeit, gesammelte Erfahrung durch eine offizielle berufsbezogene Zertifizierung anerkennen zu lassen, kann sich für die Umsetzung der eigenen Karrierevorstellungen als äußerst wertvoll erweisen. Die VAE (Validation des Acquis de l’Expérience) bietet somit die Chance, auf einem immer stärker umkämpften Markt die eigene Beschäftigungsfähigkeit zu sichern.

In einem VAE-Verfahren können Kenntnisse anerkannt werden, die im Rahmen eines Angestelltenverhältnisses, einer selbständigen Tätigkeit oder eines Ehrenamtes erworben wurden. Bewertet werden die theoretischen Kenntnisse, die soziale Kompetenz und die praktischen Fertigkeiten des Kandidaten bzw. der Kandidatin.

  • Vollständige Anerkennung: Wenn der Kandidat / die Kandidatin alle geforderten Kriterien erfüllt, empfiehlt die Jury des VAE-Verfahrens die Erteilung einer vollwertigen Zertifizierung. Das VAE-Zertifikat hat dann den gleichen Wert wie der entsprechende über einen traditionellen Bildungsweg erworbene Abschluss (grundlegende Ausbildung, Weiterbildung usw.)
  • Teilweise Anerkennung: Wenn die erworbenen Kompetenzen nur teilweise anerkannt werden, benennt die Jury die Kenntnisse und Fertigkeiten, die einer zusätzlichen Prüfung zu unterziehen sind. Sie kann außerdem vorgeben, auf welchem Wege diese Kompetenzen zu erwerben sind: durch Berufserfahrung, Praktika, Fortbildungen, Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit o. ä.
Hinweis:

Die VAE-Zertifizierung wird nur in Paris angeboten. Pro Zertifizierung darf innerhalb eines Kalenderjahres nur ein Antrag eingereicht werden und es dürfen höchstens drei verschiedene Abschlüsse pro Jahr beantragt werden.

Pour plus d’informations : www.vae.gouv.fr

Für wen ist die VAE-Zertifizierung gedacht?

Jede Person, die über mindestens ein Jahr Berufserfahrung im Zusammenhang mit dem angestrebten Zertifikat verfügt, kann die Anerkennung erworbener Kenntnisse im VAE-Verfahren beantragen..

Bei der Berechnung der Dauer der Berufserfahrung können in bestimmten Fällen auch in einem beruflichen Rahmen absolvierte Praktika und Ausbildungszeiten berücksichtigt werden. Darüber hinaus kann die VAE-Zertifizierung auch für berufsähnliche Tätigkeiten beantragt werden, die im Rahmen eines Ehrenamtes in einem eingetragenen Verein oder im Rahmen eines Wahlamtes (auf kommunaler Ebene, in einer Gewerkschaft o. Ä.) ausgeübt wurden.

Ablauf eines VAE-Verfahrens

Das VAE-Verfahren kann während der Arbeitszeit des Kandidaten bzw. der Kandidatin erfolgen, sofern beim Arbeitgeber ein entsprechender Antrag auf Sonderurlaub gestellt wird. Wenn dieser genehmigt wird, besteht ein Recht auf Sonderurlaub in Höhe von maximal 24 Stunden, die am Stück oder in kürzeren Abschnitten wahrgenommen werden können und in denen die Prüfungen und die Prüfungsvorbereitung stattfinden können. Der/die Angestellte erhält eine Vergütung in Höhe des Gehalts, das er/sie für die entsprechende Arbeitszeit erhalten hätte. Binnen eines Jahres kann bei ein und demselben Unternehmen nur ein Antrag auf Sonderurlaub für ein VAE-Verfahren gestellt werden.

Der Kandidat bzw. die Kandidatin erstellt eine Mappe, die Aufschluss über seine/ihre bisherige Erfahrung gibt. Den Inhalt dieser Mappe stellt er/sie anschließend der Jury vor, die beurteilt, ob die erforderlichen Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen für die Erteilung des VAE-Zertifikats gegeben sind. Die Jury kann eine vollständige oder eine teilweise Anerkennung aussprechen oder die Anerkennung ablehnen.

  • Vollständige Anerkennung: Der Kandidat / die Kandidatin erfüllt alle erforderlichen Kriterien für die Zertifizierung und seine/ihre Erfahrung entspricht den im entsprechenden traditionellen Bildungsweg (grundlegende Ausbildung, Weiterbildung usw.) vermittelten Kenntnissen.
  • Teilweise Anerkennung: Die Jury benennt Kenntnisse und Fertigkeiten, die einer zusätzlichen Prüfung zu unterziehen sind. Sie kann außerdem vorgeben, auf welchem Wege diese Kompetenzen zu erwerben sind: durch Berufserfahrung, Praktika, Fortbildungen, Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit o. ä. Ein Zeitraum, in dem die fehlenden Module nachgeholt werden müssen, wird nicht festgelegt.

BERATUNG

Informationen über die VAE-Zertifizierung:
Schritte und Verfahren

BEWERBUNGSUNTERLAGEN

Erstellung und Einreichung der Bewerbungsunterlagen
Prüfung der Bewerbungsunterlagen

ORIENTIERUNGSGESPRÄCH

Persönliches Gespräch mit VAE-Berater/in
Zielsetzung vollständige oder teilweise VAE-Anerkennung

EINLEITEN DES VAE-VERFAHRENS

Bestätigung der Teilnahme durch Kandidaten/in
Einschreibung an der Hochschule

ERSTELLUNG DER MAPPE

Mappe mit Nachweisen
Ausarbeiten, Verfassen und Zusammenstellen der VAE-Mappe (ggf. mit Unterstützung bei der Vorbereitung)

EINREICHUNG DER MAPPE

Fachliche und formale Prüfung der Mappe

VAE-JURY

Begutachtung der Mappe
Präsentation vor der Jury
Entscheidung der Jury

VOLLSTÄNDIGE ANERKENNUNG
TEILWEISE ANERKENNUNG

Jury des VAE-Verfahrens

Ein VAE-Verfahren kann jederzeit angestrebt werden (Einreichung der Bewerbungsunterlagen, Vorbereitung und Präsentation). Die Jury tritt auf Antrag zusammen und setzt sich aus den folgenden Mitgliedern zusammen:

  • qualifizierte/r Berufsvertreter/in von Arbeitgeberseite
  • qualifizierte/r Berufsvertreter/in von Arbeitnehmerseite
  • Studienleiter/in
  • drei Dozenten/Forscherinnen der Einrichtung

Das Gespräch mit der Jury kann eine Begutachtung in einer tatsächlichen oder simulierten Arbeitssituation umfassen.

Kosten des VAE-Verfahrens

  • Gebühr für die Einschreibung zum VAE-Verfahren: 250 €
  • Zusammentreten der Jury:
    • bei Eigenfinanzierung: 500 €
    • bei Finanzierung durch eine externe Einrichtung: 850 €

Die Jury verfügt über alleinige Entscheidungshoheit, eine Ablehnung muss nicht begründet werden.

Kontakt und Anlaufstelle im Internet

VAE-Beauftragte der EPITECH:

Sonia Marhic sonia.marhic@epitech.eu +33 1 44 08 00 78

VAE-MAPPE HOCHLADEN
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